05.
Dezember
2014

Dreiste Wahlwerbung mit dem Semesterticket

Inzwischen hat wohl jede_r Studi mitbekommen, dass der VRR die Preise für das Semesterticket um ca. 50 % erhöhen will und die bestehenden Verträge mit den VRR-Studierendenschaften zum Wintersemester 15/16 gekündigt hat. Damit sollen die ASten der Universitäten im kompletten Geltungsbereich dazu gezwungen werden, diese unverhältsnismäßige Preiserhöhung zu akzeptieren.
Was nicht jede_r mitbekommen hat: diese Pläne existieren bereits seit etwa einem halben Jahr. Der AStA der RUB  wusste davon und hat es nicht für nötig gehalten, die Studierenden darüber zu informieren. Wer sich darüber informieren wollte, musste zum Beispiel dem AStA der Uni Duisburg/Essen folgen, der unter Anderem über die Kampagne „So nicht, VRR!“ Informationen weiterleitet und eine breite Öffentlichkeit schafft. Diese Kampagne hat es letztes Jahr durch Proteste geschafft, eine ähnliche Preiserhöhung zu unterbinden. Jetzt, da Wahlkampf ist, hängen auf einmal überall Plakate, die fordern, das Semesterticket müsse bezahlbar bleiben.
Diese Plakate sind eine dreifache Unverschämtheit.

1. Sie suggerieren, das Semesterticket stünde auf dem Spiel und wäre in irgendeiner Form vom Wahlausgang abhängig. Das ist aber Quatsch. Jede Liste, die zur Wahl antritt, wird sich darum kümmern, dass das Semesterticket bleibt, weil wir alle wissen, wie wichtig es für Studis ist, eine bezahlbare Möglichkeit zu haben, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

2. Die Plakate lassen es so aussehen, als würden sich gerade nur die den AStA konstituierenden Listen um das Semesterticket kümmern, obwohl diese es ein halbes Jahr lang versäumt haben, ihrer Verantwortung als Studierendenvertretung gerecht zu werden und die Studis zu informieren und zu mobilisieren.

3. Diese Plakate machen Wahlkampf für die Listen, die im AStA sitzen; und zwar auf Kosten der Studierenden. Denn AStA Plakate werden aus dem Topf für Druckkosten finanziert und dieses Geld stammt aus einem Teil der Semesterbeiträge, die wir alle bei der Einschreibung bezahlen.

Der AStA hat zur Aufgabe, die Studierenden rechtzeitig zu informieren und Proteste zu organisieren. Wer also einen transparent arbeitenden AStA möchte, der auch bereit ist, den Konflikt zu suchen und sich für die Interessen der Studierenden einzusetzen, wählt bei der StuPa-Wahl die Linke Liste