06.
Dezember
2014

Bericht zum Besuch des VRRs bei der 9. Sitzung des StuPas

VRR-Vorstandmitglied macht Werbung, AStA auch und sonst nicht viel

Nach all den Versäumnissen des letzten halben Jahres war es natürlich ein kluger Zug des  AStA ein VRR-Vorstandsmitglied auf die letzte Sitzung des StuPa vor der Wahl einzuladen. So inszenierte sich der AStA am Mittwoch dem 3. Dezember zunächst aktiv und publikumswirksam: Vor Beginn der StuPa-Sitzung vereinnahmten die AStA-tragenden Listen den Bühnenbereich im Hörsaal HZO 10 mit ihren Wahl- und Listenplakaten um die Publikumswirksamkeit der Veranstaltung zu eigenen Werbezwecken zu instrumentalisieren. Darüber hinaus zeigte sich dieser allerdings eher passiv und handzahm, während Herr Castrillo die Gelegenheit nutzte, die etwa 600 anwesenden Studierenden davon zu überzeugen, dass die Preiserhöhung des Semestertickets gerechtfertigt sei, kritischen Fragen und letzten Endes einem Dialog auswich. Herr Castrillo versuchte die Studierende mit unzulänglichen Vergleichen zu anderen Verkehrsverbünden abzuspeisen. Dabei muss man weder Humangeographie noch Soziologie studiert haben um zu verstehen, dass das Ruhrgebiet werde mit Ostwestfalen-Lippe noch mit dem Rhein-Sieg-Kreis, Hamburg oder Berlin vergleichbar ist. Hier zu leben genügt.  Der Sprecher des Studierendenparlaments überließ Herrn Castrillo die Bühne, dem Plenum wurde ein großer Raum für kritische Fragen überlassen, was sehr begrüßenswert war. Der AStA selbst hätte jedoch mehr Druck auf das VRR-Vorstandsmitglied ausüben müssen, was allerdings schon vor diesem Event, das sich als reine Werbeveranstaltung für den VRR herausstellte, versäumt wurde. Die Passivität des AStA lässt uns beim besten Willen nicht daran glauben dass dieser jemals fähig war, geschweige denn sein wird, politischen Druck auf den VRR auszuüben. Dass letzterer im Zweifelsfall am längeren Hebel sitzt ist eine Sache. Dem VRR allerdings kampflos die Preiserhöhung zu überlassen eine andere und nicht hinnehmbare. Denn in der Studierendenvertretung geht es darum, die Interessen der Studierenden zu vertreten. Das erfordert einen Einsatz, dessen Versäumnis der AStA nun halbherzig zu kaschieren versucht.