31.
Januar
2015

Filmvorführung: Die Mondverschwörung

„Jeder kennt einen, der von Verschwörung schwadroniert
und er weiß, wer die Medien und Börsen kontrolliert
Dem es leichtfällt, die Welt in Gut und Böse zu sortieren
Und er kennt auch immer eine simple Lösung des Problems
Zu Verschwörungstheorien gehören Vernichtungsfantasien
Sie können sagen was sie wollen, sie sind schlicht Antisemiten,
all die Pseudo-Gesellschaftskritiker, die Elsässer, KenFM-Weltverbesserer“
(Antilopen Gang – Beate Zschäpe hört U2)

Ken FM, Montagsdemos, Pegida und 9/11 – Verschwörungstheorien sind populärer denn je und ein Phänomen, das sich quer durch die ganze Bevölkerung zieht. In seinem Dokumentarfilm „Die Mondverschwörung“ von 2011 entführt Regisseur Thomas Frickel die Zuschauer_innen auf eine Reise in den weltanschaulichen Irrsinn. Dabei stößt Journalist Denis Mascarenas bei seinen Nachforschungen quer durch Deutschland zunächst auf skurrile Esoteriker_innen, Mondanbeter_innen und Anthroposoph_innen. Im weiteren Verlauf dringt Mascarenas in ein immer dichteres Netz aus Verschwörungstheorien vor, die bereitwillig in jeder erdenklichen Ausformung von ihren wahnhaften Anhänger_innen im Interview zum Besten gegeben werden. Von „Chemtrails“ zu „Reichsdeutschen“, von „Reptilienmenschen“ zur „BRD GmbH“, von „zionistischer Weltherrschaft“ zu „Reichsflugsscheiben“ und dem Neuschwabenland-Treffen – dieser Film lässt die Zuschauer_innen in den Abgrund paranoider Projektionen blicken.

Nach einem kurzen Input zu Verschwörungstheorien aus sozialwissenschaftlicher Perspektive werden wir den Film gemeinsam schauen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich bei Cocktails und Bier über den Film auszutauschen.

Die Vorführung findet am 12.02.2015 um 20 Uhr im Sozialen Zentrum (Josephstr. 2) statt.

https://www.facebook.com/events/531558063652423/