03.
Februar
2016

AstA Frankfurt vs. Pick-Up Artists

Die Linke Liste erklärt sich solidarisch zum AStA Frankfurt, dem das Oberlandesgericht untersagt hat, kritisch in einer Studierendenzeitung über sexistische Praktiken sogenannter „Pick-Up-Artists“ zu berichten.

Das „Phänomen“ sei von „allgemeiner sozialer Bedeutung“, weswegen es „Fragen der Hochschulpolitik oder sonstige studentische Angelegenheiten nicht in besonderer hochschulspezifischer Weise“ betreffe, so das Oberlandesgericht. Folglich dürfe der AStA darüber nicht berichten. 50 Meldungen von als übergrifflich empfundenen Anmachen auf dem Campus sind dem Oberlandesgericht also offenbar nicht genug, um eine hochschulpolitische Dimension festzustellen.

Die Trennung von Phänomenen, die Studierende betreffen oder eben nicht betreffen, ist eine künstliche, die immer wieder herangezogen wird, um Asten mundtot zu machen. In diesem Fall führt sie dazu, dass ein AStA Übergriffe, die an der Uni stattfinden, nicht thematisieren darf, weil solche Übergriffe auch wo anders stattfinden. Das ist lächerlich und verantwortungslos, denn es trägt dazu bei, dass es mehr Opfer solcher Praktiken gibt.

https://fantifafrankfurt.wordpress.com/aktuelles/pick-up-artist/