06.
Dezember
2017

10 Gute Gründe die Linke Liste zu wählen

Hey Hey, hier ist eure LiLi. Hier sind einmal 10 gute Gründe warum Ihr bei den Wahlen zum 51. Studierendenparlament der RUB eure Stimme der Linken Liste geben könnt.

1. Für bessere Studienbedingungen!

Das Studium soll den Studierenden die Möglichkeit zur Selbstentfaltung geben. Die Gestaltung des eigenen Studiums und der Zugang zum Studium sollte für jede*n selbstverständlich sein. Dazu gehört auch Solidarität mit und Unterstützung für Studierende in Elternschaft, EU-Ausländer*innen, Arbeitenden, körperlich und geistig beeinträchtigten und anderen im Studium benachteiligten Menschen.

Die Lage: Die neue Landesregierung führt die Studiengebühren für EU-Ausländer*innen ein und verstärkt damit die Kontroverse „wir gegen die anderen“. Auch will die Landesregierung den Universitäten die Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht ermöglichen. Dies errichtet weitere Barrieren für alle Student*innen, deren individuelle Studiensituation von „Verlaufsplänen“ ignoriert wird.

Was wir wollen: Demokratische Proteste gegen die Landesregierung und die Bevormundung der Student*innen müssen vom AStA nicht nur mitgetragen, sondern aktiv geführt werden.

2. Für einen Studierendennahen AStA!

Die Studierenden sollten stets darüber informiert sein, was ihr AStA für sie tut und welche Angebote für sie existieren. Zudem ist der AStA der Vertreter für studentische Interessen und muss regelmäßig über seine Aktivitäten informieren.

Die Lage: Mensa-Freitische. Ticketvergünstigungen. Kulturveranstaltungen. Wusstet ihr, dass diese Angebote existieren? Viel zu wenige Studierende wissen davon und nehmen daher Leistungen, die ihnen den Studienalltag erleichtern würden, nicht in Anspruch.

Was wir wollen: Vom ersten Studientag an muss über AStA-Angebote informiert werden. Durch Infomaterial in den Ersti-Tüten, Infos über aktuelle AStA-Arbeit an gut erkennbaren schwarzen Brettern und die Netzwerkarbeit mit uniinternen Akteur*innen (z.B: Fachschaften) kann die Arbeit des AStAs transparent gestaltet werden.

3. Alle Macht den (Fachschafts-)Räten!

Die basisdemokratischen Fachschaftsräte, die Fachschaftsvertreter*innen Konferenz (FSVK), sowie die Autonomen Referate, das Studierendenparlament (StuPa) und die Vertretung der Studierenden in den Gremien der Universität, wie dem Senat, müssen gestärkt werden.

Die Lage: Die FSVK-Vorsitzenden haben einen immer höheren Arbeitsaufwand und teilen sich seit Jahren zu dritt das Gehalt von zwei Ämtern. Der bisherige AStA verweigert eine dritte Stelle, während eigene Gehälter immer weiter erhöht werden. Desweiteren griff er im letzten Jahr die Autonomie der FSVK an und zeigt ihr stets deutlich, dass die FSVK vom guten Willen des AStAs abhängig ist.

Was wir wollen: Im AStA wäre eine unserer ersten Handlungen die dritte Stelle der FSVK-Vorsitzenden bei vollem Gehalt einzustellen, ihre Autonomie zu respektieren und dies explizit in der Satzung der Studierendenschaft zu festigen. Eine dritte Stelle würde den finanziellen Druck der FSVK-Vorsitzeden nehmen, sodass diese noch besser für unsere Fachschaftsräte arbeiten können.

4. Kritische Wissenschaft fördern!

Wissenschaft wird nicht im Elfenbeinturm betrieben. Die Universität ist immer Ort gesellschaftlicher und politischer Kontroversen. Doch damit diese zu einem Ort der Emanzipation und der Aufklärung gedeiht, braucht es entsprechende Verhältnisse, die einen Austausch über gesellschaftliche Entwicklungen ermöglichen.

Die Lage: Der AStA hat Mittel und Räumlichkeiten, ein Programm der politischen Bildung aufzustellen. Seltene und schlecht beworbene Veranstaltungen mit meist geringer Besucherzahl stehen an der Tagesordnung. Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise der AStA der FH Dortmund, der mit kritischen, wissenschaftlichen Veranstaltungen Räume füllt.

Was wir wollen: Wir wollen den „politischen Dienstag“ (PolDi), eine regelmäßige, wissenschaftliche Vortragsreihe im KulturCafé, wieder einführen. Dadurch können sich Studis in einer angenehmen Atmosphäre weiterbilden und über die Themen diskutieren.

5. Für einen internationalen AStA!

Wir vertreten die Interessen aller Studierender. Dabei ist es uns ein sehr wichtiges Anliegen, dass der AStA sich vor dem Hintergrund des aktuellen Aufkommens von Rechtspopulismus und Nationalismus für eine internationale, pluralistische und offene Gesellschaft einsetzt.

Die Lage: Die internationalen Studierenden sind einerseits im Autonomen Ausländer*innenreferat organisiert, in denen Kandidat*innen unserer Liste aktiv sind. Dementsprechend ist die Linke Liste auch der gemeinsame Wahlvorschlag der MultiKulti-Liste und aller linker Studierender. Trotz der gemeinsamen Arbeit im Studium bilden sich immer häufiger unter Studierenden der RUB Zugehörigkeitsgruppen, wodurch ein kultureller Austausch erschwert wird.

Was wir wollen: Die Linke Liste will dementsprechend weiterhin interkulturelle Angebote und Veranstaltungen, und damit ein humanistisches Miteinander an der RUB fördern. Wir wollen eine Veranstaltungsreihe am Campus und in der Stadt unter dem Namen „Die Internationale Couch“ ins Leben rufen. Dort könnt ihr in gemütlicher Atmosphäre eure Erfahrungen und Gedanken miteinander teilen und durch gegenseitigen kulturellen Austausch neue Ideen für den Umgang mit Ausgrenzung finden. Gemeinsam sind wir stark!

6. Fight for your right to party!

Wir wollen wieder gute Partys zu günstigen Preisen an die Universität holen. Jede Fachschaft und Studierenden-Initiative sollte das Recht und die Möglichkeit haben, an der Uni zu feiern. Dabei sollen sich alle Studierenden willkommen und wohl fühlen.

Was geht ab: Nicht viel. Mehrere Partys der Fachschaftsräte und anderer studentischer Gruppen wollen nicht mehr im KulturCafé feiern. Auch das Hardys hat zugemacht und die Strandbar ist seit Ewigkeiten ungenutzt.

Was wir wollen: Der Campus soll wieder ein Ort des Lebens und nicht nur des Lernens sein. Die alten Räume (Strandbar, KuCaf) müssen saniert und wieder geöffnet werden. Unserer Meinung nach sollten alle Autonomen Referate einen Vertreter zur Organisation des KuCafs entsenden dürfen.

7. Für bessere Arbeitsbedingungen der Studierenden!

Wir als Linke Liste setzen uns auf dem Campus und auch darüber hinaus dafür ein, Interessen von studentischen Arbeiternehmer*innen zu stärken.

Die Lage: Halbjahresverträge, unbezahlte Überstunden, entgrenzte Arbeitszeiten – auch an der Uni gibt es schlechte Arbeitsbedingungen. Von den gewerkschaftlichen Institutionen an der Uni haben viele noch nicht gehört. LiLi-Mitglieder sind in vielen dieser Gremien und Gruppen aktiv und setzen sich dort bereits für euch ein.

Was wir wollen: Wenn wir den AStA stellen, können wir uns noch effizienter für bessere Arbeitsbedingungen am Campus einsetzen. Wir wollen die Gewerkschaften an der Uni unterstützen und mehr für diese werben.

8. Studentischen Wohnraum erhalten und ausbauen!

Für ein gutes Studium brauchen Studierende bezahlbaren und sicheren Wohnraum. Ein AStA muss aktiv an der Wohnraumgestaltung durch das AKAFÖ und bei der Stadt mitarbeiten, um den manchmal aufkommenden Frust bei Studierenden zu vermeiden und ihnen eine entspannte Wohnsituation zu ermöglichen.

Die Lage: Das AKAFÖ betreibt über 4.000 Wohneinheiten in Bochum zu bezahlbaren Preisen und in guter Lage. Dennoch wohnen nicht einmal 60% der Studis in Bochum. Die Stadt Bochum hat ein „Handlungskonzept Wohnen“ erarbeitet, welches einen Studentenwohnturm („Basecamp“) beinhaltet, der mit seinen horrenden Preisen die Wohnsituation für Studierende gefährden wird. Unser momentaner AStA ignoriert diese Probleme. Alles, was der AStA zum Thema Wohnen anbietet, ist eine Onlinewohnbörse.

Was wir wollen: Einen AstA, der sich aktiv in das „Handlungskonzept Wohnen“ und die Planung des Wohnturms „Basecamp“ einmischt. Desweiteren wollen wir eine bessere Werbung für die bereits vorhandenen Wohnangebote, sowie aktive Aufklärung über Wohngeldzuschüsse anbieten.

9. Für eine nachhaltige Universität!

Ein ökologischer und nachhaltiger Lebensstil ist nicht nur im Alltag sinnvoll, sondern auch auf dem Campus. Um das zu ermöglichen und einen wichtigen Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit zu gehen, muss auch die RUB den höchsten energetischen und ökologischen Standards entsprechen.

Die Lage: Die RUB, dessen Parkhaus einst das größte Europas war, arbeitet nur nachhaltig und ökologisch, wenn Einzelpersonen oder Initiativen Zeit und Energie in Projekte, wie zum Beispiel das „Nachhaltigkeitsforum“ oder den „Unverpacktladen“(enactus RUB), investieren. Das müssen sie auch, denn das Nachhaltigste, was von der AStA organisiert wird, ist momentan ein FoodSharing-Schrank. Aber auch beim AKAFÖ herrscht Nachholbedarf: die Großraumküche lässt sich auch mit Biogemüse und tierfreundlichen Produkten, statt Formprodukten und Fritteuse, kostengünstig realisieren.

Was wir wollen: Eine Aufarbeitung der Nachhaltigkeit aller AStA-Aktivitäten und -Betriebe, eine ökologische Stimme bei den Mensaplänen und bei Gebäudeneubauten, und nach dem Vorbild des AStA Duisburg-Essen eine Kooperation mit „RUHRAUTOe“.

10. Für einen emanzipatorischen AStA – gerade jetzt!

Eine Vertretung der Studierendenschaft darf kein reiner Verwaltungsapparat sein, sondern muss aktiv für emanzipatorische Verhältnisse an der Uni kämpfen.

Die Lage: Von Sexismus über Homophobie, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung sexueller Identität kommt leider alles in unserer Uni vor – mag es von Professor*innen/Dozent*innen oder den eigenen Komilliton*innen ausgehen. Der Rechtsruck in der Gesellschaft sorgt zusätzlich dafür, dass diese Fälle banalisiert werden.

Was wir wollen: Wenn wir den AStA stellen, wollen wir eine Beratungsstelle für Diskriminierungsvorfälle einrichten und dort eng mit jeweiligen Gruppen, wie den Autonomen Referaten, zusammenarbeiten. Wir wollen ein Klima schaffen, in dem die Auseinandersetzung mit diesen Themen größere Präsenz erhält. Desweiteren wollen wir über die Fachschaftsräte Seminare über Vorurteile und Diskriminierung anbieten, die mit Zertifikaten abgeschlossen werden können.