27.
November
2014

Der AStA und der VRR

Freie Fahrt in vollen Zügen!

Zum Wintersemester 2015/16 hat der VRR die Verträge zum Semesterticket mit allen Studierendenschaften im Verbundsgebiet gekündigt, um damit eine langfristig angelegte und massive Erhöhung des Ticketpreises im gesamten Verkehrsverbund zu forcieren. Bereits ab diesem Sommersemester wird sich diese Preiserhöhung von 0,70€ bemerkbar machen. Derzeit kostet das Semesterticket (nur für das VRR-Gebiet) monatlich 18,36€. Bisher ist es möglich Fahrräder und ab 19:00 Uhr bzw. am Wochenende eine weitere Person mit auf dem Ticket zu befördern. Derzeit ist es unklar, wie die zukünftige Regelung dieser Nutzungsbedingungen vertraglich festgehalten wird.

Geplante Erhöhung des Semestertickets:

Semester Preis pro Monat Preis pro Semester
WiSe 14/15 18,36 € 110,16€
SoSe 15 19,06€ 114,36€
WiSe 15/16 21,06€ 126,36€
SoSe 16 21,51€ 129,06€
SoSe 17 21,96€ 131,76€
SoSe 18 22,41€ 134,46€
SoSe 19 22,86€ 137,16€

Für viele Studierende ist der Sozialbeitrag schon jetzt Semester für Semester eine immense finanzielle Belastung. Im VRR-Gebiet nehmen durchschnittlich 10% der Studierenden Härtefallregelungen wahr, um den Semesterbeitrag zu stemmen.

Das Semesterticket kann nur aufgrund des Solidaritätsprinzip bestehen: Alle Studierende finanzieren es zu gleichen Teilen mit – unabhängig davon, in welchem Maße sie das Ticket selber nutzen. Die vom VRR forcierte Preiserhöhung gefährdet das Solidaritätsprinzip: Um den neuen Vertrag abzuschließen steht eine Urabstimmung seitens der Studierendenschaft außer Frage. Und diese kann auch im Wegfall des Semestertickets enden. Das NRW-Ticket wäre damit ebenfalls passé, da es an den VRR-Vertrag gekoppelt ist.

AStA raus aus der Defensive!

Der VRR nimmt derzeit durch das Semesterticket jährlich rund 42 Millionen Euro ein. Die diktierte Preiserhöhung, die Missachtung der studentischen Mitwirkung bei der neuen Vertragserstellung und bisher geführten Verhandlungsgesprächen lässt sich an Dreistigkeit und Missachtung ökonomischer Problemlagen der Studierenden kaum überbieten. Die bisherige AStA-Koalition als studentische Vertretung einer der größten Universitäten im Verkehrsgebiet hat dadurch einen deutlichen Einfluss und Druckpotenzial auf den VRR, lässt dieses aber unausgeschöpft! Bisher ist die Universität Duisburg-Essen Hauptträgerin des Protestes gegen die Preiserhöhung. Doch eigentlich ist es wichtig, dass alle Hochschulen an einem Strang ziehen, unser Engagement ist aufgrund unserer Größe besonders gefragt! Dabei braucht die Studierendenschaft einen aktiven und offensiven AStA. Zudem müssen die Studierenden über Entwicklungen in der Preiserhöhung informiert werden. Das Mobilisierungspotenzial von mehr als 40.000 Studierenden darf dabei nicht ungenutzt bleiben. Um sowohl Druck auf den VRR als auch auf die Landesregierung auszuüben ist es wichtig, dass wir Studierende deutlich machen, dass wir die Erhöhung nicht hinnehmen!

Deshalb:  die Linke Liste in den AStA wählen!!!